Haartransplantation - Home

Die Haare stehen besonders bei Frauen als Symbol für Schönheit, daher ist Haarausfall ein belastendes Problem. Doch auch Männer leiden häufig darunter, wenn sie mit steigendem Alter ihre Haare mehr und mehr verlieren. Neben zahlreichen Hormonpräparaten und Haarwuchsmitteln die meist nicht halten was sie versprechen, steht die Haartransplantation als chirurgische Methode für den Haarerhalt zur Verfügung. Bevor eine Haartransplantation angewandt wird, muss eine ärztliche Untersuchung erfolgen, um den Grund für den Haarverlust zu ermitteln.

In einigen Fällen kann die Behandlung der Grunderkrankung bereits für neues Haarwachstum sorgen und es ist keine, weitere Behandlung notwendig. Sehr häufig ist es allerdings der Fall, dass verlorene Haare nicht mehr nachwachsen und nur durch eine Haartransplantation dafür gesorgt werden kann, dass es keine kahlen Stellen auf dem Kopf gibt. Bevor die Behandlung mittels Haarverpflanzung durchgeführt wird, sind die vorhandenen Haarwurzeln auf ihren Zustand hin zu untersuchen. Nur intakte Haarwurzeln eigenen sich für eine Verpflanzung, defekte Follikel werden von der Kopfhaut wieder abgestoßen und sind daher nicht für die Transplantation geeignet.

Eine Haartransplantation kann grundsätzlich bei allen Patienten durchgeführt werden, die über eine gesunde Kopfhaut mit intakten Haarwurzeln verfügen. Es wird unterschieden zwischen Eigenhaar- und Fremdhaartransplantation, in der Regel werden aber nur eigene Haare transplantiert, da bei Fremdhaar oder Kunsthaar die Gefahr einer Abstoßung zu hoch ist.

Methoden der Haartransplantation

Es gibt mehrere Methoden wie eine Haartransplantation durchgeführt wird, abhängig vom Ausmaß des Haarausfalls und von der Beschaffenheit der Kopfhaut wird individuell die geeignetste Art der Transplantation ausgewählt. Bei der sogenannten FUT-Methode, werden am Hinterkopf der behandelten Person mehrere Hautstreifen mit intakten Haarwurzeln entnommen und dann an den haarfreien Stellen eingepflanzt. Diese Methode ist besonders geeignet, wenn eine größere Fläche Haare transplantiert werden soll und mehrere, gesunde Haarfollikel in einer Gruppe vorhanden sind. Bei der FUT-Methode können in relativ kurzer Zeit optisch ansprechende Ergebnisse erzielt werden, es bleibt eine minimale Narbe am Hinterkopf zurück, die durch den Haarwuchs aber in der Regel völlig überdeckt wird.

Eine weitere Form der Haartransplantation ist die FUE-Methode, hierbei werden mit einer feinen Nadel einzelne, intakte Haarwurzeln entnommen und an den kahlen Stellen wieder eingepflanzt. Bei dieser Methode entstehen keinerlei Narben, allerdings ist der Arbeitsaufwand und somit auch die Kosten wesentlich höher. Die FUE-Methode eignet sich am besten, wenn nur wenige Haare transplantiert werden müssen, beispielsweise um einzelne, kahle Stellen am Kopf zu schließen.Ärzte

Durchführung der Haartransplantation

Bevor eine Haartransplantation durchgeführt wird ist es wichtig den Grund für den Haarausfall zu ermitteln. Nur wenn die Ursache behoben werden kann, wird nach der Transplantation weiterer Haarausfall verhindert und die ursprüngliche Haardichte kann wieder hergestellt werden. Vor dem Eingriff ist ein ausführliches Gespräch mit einem Experten und eine genaue Untersuchung erforderlich, denn nur wenn noch ausreichend intakte Haarwurzeln vorhanden sind, kann die Eigenhaartransplantation überhaupt vorgenommen werden. Die entnommenen Haarwurzeln werden unter einem Mikroskop genau untersucht und in einzelne, funktionsfähige Haarfollikel eingeteilt. Auf dem haarfreien Bereich des Kopfes werden vom Chirurgen Kanäle für die Implantation aufbereitet, anschließend werden die entnommenen Haarwurzeln eingesetzt. Es ist wichtig, dass die Haarfollikel ausreichend Nährstoffe zur Verfügung haben und gut durchblutet werden, denn nur so haben sie die Möglichkeit anzuwachsen und für neuen Haarwuchs auf bislang kahlen Teilen des Kopfes zu sorgen.

Dauer der Haartransplantation

Eine Haartransplantation dauert im Durchschnitt zwischen zwei und sechs Stunden, die präzise Arbeit verlangt höchste Konzentration. Nach der Behandlung kann der Patient nach Hause gehen, wenn er einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet. In der ersten Woche sollte auf eine Haarwäsche verzichtet werden, hin und wieder führt der behandelnde Arzt eine medizinische Haarwäsche beim Patienten durch. Nach durchschnittlich einer Woche sind die minimalen Einschnitte in der Kopfhaut weitgehend verheilt und der Patient hat die Haartransplantation überstanden. Die neuen Haare wachsen langsam, aber beständig, nach einem Monat ist mit einer Länge von rund einem Zentimeter zu rechnen.